ICH bin eine Marke! - Die 5 P's des Selbstmarketings





Gibt es in Ihrem Umfeld auch Personen, die immer im besten Licht dastehen? Personen, die scheinbar alles können und zu denen alle aufschauen. Andere sind stille „Schaffer“, kommen aber nie richtig zur Geltung. Das Problem ist, dass niemand von den deren Stärken und Fähigkeiten weiss.

Noch immer haben wir ein ungutes Gefühl, über unsere Schokoladenseite zu reden.



Einleitend passt die Geschichte mit dem Punkt sehr gut:


Schüler hatten den Auftrag, einen Aufsatz zu schreiben. Der Lehrer verteilte ein Blatt mit dem Thema, über das sie schreiben sollten. Mit dem Startschuss durften die Schüler das Blatt wenden und staunten nicht schlecht. Es war ein einzelner scharzer Punkt auf dem A4 Blatt zu sehen.

Was denken Sie, worüber haben die Schüler geschrieben? Genau – über den schwarzen Punkt! Sie haben Grösse, Lage und Interpretation dessen beschrieben. Aber niemand hat sich um die weisse Fläche gekümmert!


Anders gesagt, bedeutet dies: Wir beschäftigen uns immer mit unseren schwarzen Punkten. Viele sind richtige Weltmeister darin, all das zu präsentieren und zu betonen, was unserer Meinung nach nicht gut läuft.


Wann haben Sie das letzte Mal in einer Unterhaltung jemanden etwas erzählt, worauf Sie stolz sind und was Sie toll gemacht haben? Eben...


Und genau darum geht es im Selbstmarketing: Die grosse weisse Fläche zu präsentieren und für andere sichtbar zu machen!


Doch wie mache ich das?


Erinnern Sie sich an die 4 P's des Produktemarketings? Beim Selbstmarketing geht es in eine ähnliche Richtung. Anstelle des Produktes stehen beim Selbstmarketing aber SIE im Mittelpunkt - alles dreht sich um SIE.



© Isabelle Menzi - Die 5 P's des Selbstmarketings




POWER (Stärke / Kraft)


Power steht für eigene Stärken und Fähigkeiten. In einem ersten Schritt müssen Sie sich also bewusst werden, was Sie eigentlich ausmacht, was so Besonders an Ihnen ist. Vielleicht gibt es auch Dinge, auf die Sie viel Energie und Zeit verwenden, die aber keine eigentliche Stärke von Ihnen ist. Das können Dinge sein, die sich mit der Zeit eingeschlichen haben und einfach da geblieben sind. Das kann eine frühere Ausbildung oder ein Beruf sein, der aber eigentlich nicht Ihren Fähigkeiten entspricht. Das kann aber auch etwas sein, das Sie sich aufgrund von besonderen Lebensumständen angeeignet haben und immer noch daran festhalten. Auch hier müssen Sie sich fragen, ob Sie sich um den schwarzen Punkt drehen oder Sie sich auf der weissen Fläche befinden.


Wenn Sie Ihre wirklichen Fähigkeiten und Stärken definiert haben, sollten Sie sich überlegen, ob Sie auch so wahrgenommen werden (Eigen- und Fremdbild) und ob Sie Ihre Stärken auch ausleben? Wer das macht, der wird bemerkt.


Wieso? Weil wenn Sie das tun, worin Sie wirklich gut sind, dann grenzen Sie sich schon mal von einer grossen Anzahl Menschen ab, die einfach etwas tun, weil Sie es müssen oder glauben zu müssen. Also nutzen Sie die Power in Ihnen und machen Sie das worin Sie nicht nur gut, sondern ausgezeichnet sind!




POTENTIAL (Möglichkeiten/Ziele)


Man sagt, dass der Mensch nur etwa 10% seiner Gehirntätigkeit nutzt!

Wie sieht das bei Ihnen aus? Wieviel Prozent ihres gesamten Potentials schöpfen Sie aus?

Nachdem Sie Ihre Stärken festgestellt haben, müssen Sie nun noch herausfinden, was Sie damit anstellen können.


Wohin soll die Reise gehen? Bleiben Sie Ihrem angestammten Beruf treu oder wechseln Sie die Branche? Bilden Sie sich noch weiter in einem neuen Bereich, der Sie brennend interessiert? Machen Sie sich mit einer verrückten (aber intensiv in Ihnen brennenden) Idee selbständig? Wagen Sie den Schritt in die Politik?

Überlegen Sie es sich einmal ganz in Ruhe, was Sie noch erreichen möchten. Wie sieht Ihr Tag X in Zukunft ganz genau aus, wenn Sie dort angekommen sind? Was machen Sie? Wer ist sonst noch dabei? Wie sieht Ihre Umgebung aus? Was hören oder riechen Sie? Wie fühlen Sie sich dann? Was löst es sonst noch aus in Ihnen?


Haben Sie das Bild? Dann bringen Sie es aufs Papier! Machen Sie eine Collage oder drucken Sie ein ganz bestimmtes Bild aus, das all das vereint, was Sie möchten. Wichtig ist einfach, dass es in Ihnen die zuvor gespürten starken Emotionen auslöst.


Es geht nichts über die Kraft von Bildern. Nutzen Sie diese Kraft, um sich tagtäglich daran zu erinnern, was Sie erreichen wollen. Hängen Sie das Bild an Ihre Kühlschranktüre, platzieren Sie es im Bade- oder Schlafzimmer, ändern Sie Ihr Hintergrundbild entsprechend auf dem Handy und dem PC - was immer für Sie passt.


Und dann verknüpfen Sie mit diesem Bild oder der Collage ganz konkrete Forderungen an Sie selber. Was müssen Sie tun, um Ihrem grossen Ziel auch nur einen Schritt näher zu kommen.


Ihr Bild/Ihre Collage wird Ihnen helfen, Sie immer daran zu erinnern, dran zu bleiben und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.


Investieren Sie gezielt in Ihre Stärken und hören Sie damit auf, bei Ihren Schwächen hängen zu bleiben. Werden Sie dadurch nicht nur gut, sondern aussergewöhnlich und schöpfen Sie damit Ihr tatsächliches Potential aus.




PASSION (Leidenschaft aber auch Gefühl)


Was man gerne tut, das tut man gut!

Oder anders gesagt: Was interessiert Sie? Wo sind Sie mit Herzblut dabei? Worüber sprechen Sie leidenschaftlich? Wo können Sie Feuer entfachen?

Überlegen Sie sich, wo Sie andere Menschen inspirieren, bereichern oder stimulieren können. Nutzen Sie Ihre eigene Begeisterung, um andere mitzureissen – So entstehen Win-Win-Situationen.


Es gibt aber noch eine andere Seite, die ich mit „ICH bin ICH“ betitle..


Es bedeutet, dass genau diese Leidenschaft, die in Ihnen steckt, erst entstehen kann, wenn Sie zu all Ihren Emotionen stehen.


Emotionen sind wichtig – gerade im Beruf! Früher galt als gute Führungsperson, wer ein strategisch, analytisches und leistungsorientiertes Verhalten zeigte. Dieses Verständnis wird von renommierten Forschern zum Glück immer mehr in Frage gestellt. Stattdessen gilt als führungsstark, wer ein authentisches Verhalten zeigt und eine nicht immer perfekte Individualität vorlebt. Gerade als Frau ist man vielfach gefühlsgesteuert. Verstecken Sie es nicht, sondern nutzen Sie dies – es macht Sie authentisch. Und wer authentisch ist, wird ernst genommen.

Kennen Sie Sheryl Sandberg? Sie ist COO von Facebook, Mutter zweier Kinder und eine der wenigen weltweit sichtbaren Top-Managerinnen. In ihrem Buch „Lean in“ plädiert Sie dafür, Emotionen zu zeigen. Gefühle lenken unsere Entscheide tagtäglich und nehmen somit eine wichtige Rolle ein – auch bei den mächtigsten Menschen der Welt.

Emotionen schaffen aber auch Motivation! Wenn mich etwas in der Seele berührt, es mich emotional anspricht, dann setze ich mich auch dafür ein. Dann löst es auch eine unmittelbare Tat aus.

Unsere Gefühle anderen mitzuteilen, bedeutet also, Ihnen einen Einblick in unser ICH zu geben. Und wenn es sie berührt, dann schaffen wir die Basis für ein miteinander. Natürlich müssen Sie Ihren Mitarbeitern nicht Ihr ganzes Herz ausschütten, das wäre unangebracht und sehr unangenehm für diese. Aber lassen Sie andere an Ihrem Innenleben etwas teilnehmen. Diese danken es Ihnen, indem sie sich für Sie ins Zeug legen.

Umgekehrt verstehen wir andere Menschen besser, wenn wir ihnen zuhören und uns für Sie interessieren. Es ist somit auch Unsinn, Beruf und Privates strikte zu trennen. Das ist gar nicht möglich. Wir bringen immer unser Privates mit ein, es macht uns vollständig. Wir sollten lernen, auch dazu zu stehen. Es macht uns nicht schwächer, sondern fassbarer. Unsere Entscheide können so von anderen eher verstanden und damit auch mitgetragen werden.

Wir sind ja keine Roboter! Unterdrücken wir unsere Gefühle ständig, laufen wir Gefahr in ein Burn-Out zu steuern. Aber wir verpassen auch die Chance, uns menschlich näher zu kommen.


Zeigen Sie, was Ihr Herz berührt und stehen Sie zu Ihren ganz persönlichen Eindrücken.


Machen Sie nur das, was Sie gerne tun – aber das tun Sie mit Ihrer ganzen Leidenschaft. Dann sind Sie gut und es tut Ihnen gut.




PEOPLE (Netzwerk)


Die beste Idee, das tollste Angebot nützt nichts, wenn niemand davon weiss!


Investieren Sie deshalb bewusst Zeit und Energie in Networking.

Sammeln Sie neue Kontakte und pflegen Sie vor allem auch die Bestehenden (das ist übrigens einfacher).


Viele Menschen haben Mühe auf Fremde zuzugehen und einfach etwas Small Talk zu machen. Wenn man sich jedoch an ein paar einfache Regeln hält, ist es nur halb so wild.


Regel Nr. 1. Signale lesen Nicht jeder ist auf Small Talk und neue Bekanntschaften scharf. Da wäre es vergebene Liebesmüh und birgt nur Frustpotential. Achten Sie also auf die Körperhaltung des Gegenübers, suchen Sie Blickkontakt etc. Spüren Sie Interesse und Wohlwollen, dann nichts wie los und sich vorstellen und mitreden.


Regel Nr. 2: Brechen Sie das Eis...

...und geben Sie Informationen über sich selber preis. Sie wirken dadurch nah- und fassbar.


Regel Nr. 3: Finden Sie Gemeinsamkeiten

...und sprechen Sie diese an. Stellen Sie dabei offene Fragen (Wieso, Warum, Wohin, Was...).


Regel Nr. 4: Hören Sie aufmerksam zu und lassen Sie andere Meinungen stehen. Niemand redet gerne mit jemanden, der nur sich selber hören möchte oder nur seinen eigenen Standpunkt als richtig erachtet.


Regel Nr. 5: Vermeiden Sie Tabuthemen

...wie Gesundheit, persönliche Finanzen oder Politik (ausser Sie sind auf einer politischen Veranstaltung).


Gehen Sie dabei immer wertschätzend auf andere Menschen zu. Begegnen Sie Ihrem Gegenüber mit echtem Interesse und seien Sie aufmerksam und grosszügig. Im besten Fall wird Ihr Gesprächspartner so zum Multiplikator. Das ist jemand, der gerne positiv über Sie redet. Dann spielt das sogenannte Empfehlungsmanagement – und was gibt es Besseres?


Achtung: Generell gilt, dass gute Beziehungen langsam wachsen und gepflegt werden sollen, bevor man sie benötigt!




PRESENCE (Erscheinung / Auftreten)


„You never get a second chance for a first impression!“


Der erste Eindruck, den Sie bei anderen hinterlassen, entscheidet bei Ihrem Gegenüber innert Sekunden über Sympathie oder Antipathie. Sympathisch wirkt, wer gepflegt und stilvoll auftritt.


Studien haben dabei ergeben, dass die Kommunikation eines Menschen zu 55% nonverbal (Bekleidung, Mimik, Gestik, Stand etc.) , 38% paraverbal (Tonation, Tempo, Lautstärke) und nur 7% verbal (gesprochenes Wort) wahrgenommen wird.


Es lohnt sich daher, sich Gedanken über eine passende und gepflegte Erscheinung zu machen. Das äussere Erscheinungsbild wird als nonverbaler Ausdruck von Professionalität interpretiert. Erst danach bekommt man die Gelegenheit, durch Fachkompetenz zu überzeugen.


Mit Kleidung drücke ich auch meine Wertschätzung aus. Tragen Sie dem jeweiligen Anlass entsprechend angemessene Kleidung, in der Sie sich wohlfühlen. Wer sich wohlfühlt, signalisiert Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Und so wird Ihr erster Eindruck geprägt von einer starken, authentischen Erscheinung.


Wer professionell auftreten möchte, sollte sich die Investition in eine professionelle Farb- und Stilberatung überlegen. Dort wird Ihnen gezeigt, welche Farben Ihren Typ optimal unterstützen und welche Bekleidungsmerkmale Ihren ganz persönlichen Stil ausmachen.

Der optische Eindruck prägt das Urteil über eine Person unweigerlich mit und kann einem Gespräch zu einem guten, wohlwollenden Einstieg verhelfen. Diese 55% sollten Sie auf sicher verbuchen!

Die weiteren 38% - also die paraverbale Kommunikation - können Sie ohne weiteres auch einheimsen. Trainieren Sie z.B. Ihre Stimme. Sprechen Sie einmal Ihre Gedankenspiele also ihre Selbstgespräche laut aus. Oder wenn Sie einen Vortrag oder eine Präsentation haben – üben Sie diese laut und nehmen Sie sich auf. Das hilft Ihnen, eigene Sprachmuster zu erkennen und nötigenfalls zu überwinden. Auch hier gilt ganz klar: Übung macht den Meister!

Durch das gezielte Trainieren von Lautstärke, Tonlage und Tempo können Sie danach sicherstellen, dass das, was Sie dann schlussendlich „sagen“, auch wahrgenommen wird.




Faktoren für ein erfolgreiches Selbstmarketing - Zusammenfassung:


  1. Finden und Benennen Sie Ihre Stärken und Fähigkeiten.

  2. Schälen Sie Ihre Unverwechselbarkeit heraus und finden Sie Ihren ganz besonderen Platz.

  3. Machen Sie das, was das Feuer in Ihnen zum Brennen bringt. Nur dann können Sie es bei jemand anderen entfachen.

  4. Teilen Sie Ihr Wissen. Bauen Sie ihr eigenes Netzwerk auf und aus.

  5. Präsentieren Sie sich von Ihrer besten Seite und seien Sie stolz auf sich!

  6. TUN SIE ES! (Fangen Sie heute damit an!)



Weiterführende Gedanken für Ihr eigenes Selbstmarketing:

  1. Was kann ich in den nächsten 24 Stunden tun, damit ich mein eigenes Selbstmarketing aktiver betreibe?

  2. Wie merke ich in 2 Wochen, dass meine eingeleiteten Schritte bezüglich Selbstmarketing Früchte tragen?



Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen!


Herzlich




Isabelle Menzi

Coaching & Training

info@isabelle-menzi.ch

Nehmen Sie mit mir Kontakt auf für ein unverbindliches Erstgespräch oder eine

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© 2018 Isabelle Menzi

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